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Tierversuche müssen abgeschafft werden, da sie ethisch nicht vertretbar sind und den medizinischen Fortschritt behindern. Die Kampagne zielt auf einen besonders grausamen Teilbereich der Tierversuche ab, für den ein gesetzliches Verbot mit etwas politischem Willen realistisch umsetzbar ist.

Eine Kampagne von


Wissenschaftliche Argumente

Tierversuche mit Schweregrad "schwer" sind nicht nur extrem grausam, sondern sie sind - wie alle Tierversuche - auch wissenschaftlich fragwürdig. Tiere müssen als "Modelle" für menschliche Krankheiten herhalten. Doch diese Nachahmung gelingt allenfalls punktuell bei einigen Symptomen; die Komplexität menschlicher Krankheiten können keinesfalls im "Tiermodell" auch nur ansatzweise simuliert werden. Entsprechend sind die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragbar.

Im Folgenden beleuchtet Pathologin Dr. med. Stefanie Gräwert beispielhaft zwei "Tiermodelle" aus wissenschaftlicher Sicht.

Von depressiven Mäusen und Ratten mit Angststörung

»Im 21. Jahrhundert werden in der Forschung immer noch Methoden angewandt, die 40-50 Jahre alt sind, wie der Verzweiflungs-Schwimmtest und der Test zur erlernten Hilflosigkeit.«

Seit Jahrzehnten werden psychiatrische Erkrankungen erforscht, ebenso alt sind häufig auch die Methoden, mit der die Forschung betrieben wird. Tiere werden im Labor künstlich krank gemacht und nie validierte Tierversuche, wie der Porsolt-Schwimmtest oder Elektroschock-Tests werden genutzt, um neue Antidepressiva zu finden. Ein „Tiermodell“, welches eine Depression oder Angsterkrankung so wie sie beim Menschen vorkommt, vollständig simulieren kann, existiert nach wie vor nicht. Dennoch halten Forscher weiterhin an diesen Methoden und Tiermodellen fest. Solche Versuche sind nicht nur grausam sondern sie verhindern auch seit Jahren Fortschritt und Innovation. Zwar gibt es mittlerweile akzeptable Medikamente gegen Depression, doch bei vielen Patienten wirken diese nur unzureichend oder gar nicht, ohne dass die Gründe dafür bekannt wären. Und die vielen Nebenwirkungen belasten die Patienten zusätzlich. Wirklich neue Arzneimittel werden immer seltener entwickelt und wenn, handelt es sich nicht selten um Zufallsentdeckungen, die Fortschritte gehen also nicht auf Tierversuche zurück. Es ist Zeit für ein Umdenken in der medizinischen Forschung, um den vielen Patienten, die an psychiatrischen Erkrankungen leiden, in Zukunft besser und sicher helfen zu können.

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Xenotransplantation - Tiere als Ersatzteillager

»Wenn weiter am Traum der Xenotransplantation festgehalten wird, spielen wir nicht nur mit dem Leben der Tiere sondern auch mit dem Leben von unzähligen Menschen.«

Bei der Xenotransplantation werden artfremde Organe, also von einer Tierart zur anderen oder vom Tier auf den Menschen, verpflanzt. Das Ziel ist es, insbesondere Schweineorgane als unbegrenzt zur Verfügung stehende Ersatzteile auf den Menschen zu übertragen. Seit Jahrzehnten werden dazu Tierversuche an Affen, Schweinen und anderen Tieren durchgeführt. Für die Tiere ist dies mit ungeheurem Leid verbunden. Tiere, deren Organe wir Menschen bekommen sollen, müssen mehrfach genetisch manipuliert werden. Sie müssen in Isolation und leben und ihnen wird das Recht auf ein würdevolles und schmerzfreies Leben genommen. Die Affen als Organempfänger sterben meist innerhalb weniger Stunden bis Tage qualvoll an der Abstoßungsreaktion. Das Leid der Tiere verschafft uns Menschen aber keinen Fortschritt. Bisher sind alle Xenotransplantationen vom Tier auf den Menschen gescheitert. Zudem kann niemand die Langzeitrisiken einer Xenotransplantation genetisch veränderter Organe voraussehen. Die Übertragung von Krankheitserregern ist eine reelle Gefahr. Wenn weiter am Traum der Xenotransplantation festgehalten wird, spielen wir nicht nur mit dem Leben der Tiere sondern auch mit dem Leben von unzähligen Menschen.

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